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Direktor der LFS Gießhübl und Direktor der LFS Mistelbach gehen in Pension
LR Teschl-Hofmeister: Die beiden Direktoren haben ihre Schulstandorte in den letzten Jahren zu renommierten Bildungszentren aufgebaut

Foto  (v.l.n.r.): Der neue Schulleiter Johannes Reiterlehner (LFS Gießhübl) und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister danken Direktor Gerhard Altrichter für sein Engagement im landwirtschaftlichen Schulwesen in Niederösterreich
Foto Copyright: Jürgen Mück

Foto (v.l.n.r.): Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister dankt Direktor Christian Resch (LFS Mistelbach) für seine engagierte Arbeit im Dienst der landwirtschaftlichen Bildung
Foto Copyright: Jürgen Mück

Gießhübl/Mistelbach (7.9.2020) Mit Start des neuen Schuljahres gingen die beiden Direktoren der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Gießhübl, Gerhard Altrichter, und der LFS Mistelbach, Christian Resch, in Pension. „Beide Direktoren bewiesen Führungsqualität sowie fachlichen Weitblick und haben ihre Schulstandorte in den letzten Jahren zu renommierten Bildungszentren aufgebaut“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

LFS Gießhübl mit breitem Ausbildungsangebot
Nach 40-jähriger Tätigkeit im Dienste der landwirtschaftlichen Bildung geht Gerhard Altrichter Ende August 2020 in den wohlverdienten Ruhestand. „In der Ära von Direktor Altrichter wurde neben der landwirtschaftlichen Produktion besonderer Wert auf die Veredelung und Vermarktung der bäuerlichen Produkte gelegt. Dadurch wird die heimische Wertschöpfung gesteigert und Arbeitsplätze werden geschaffen, was vor allem der bäuerlichen Jugend zugutekommt“, so Teschl-Hofmeister. Aktuell ist der bisherige Direktor-Stellvertreter Johannes Reiterlehner mit der Schulleitung betraut.

„Für mich war immer die oberste Richtschnur der jungen Bauerngeneration die bestmögliche Ausbildung zu bieten, um positive Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft zu eröffnen. Rückblickend freut es mich sehr, dass dank des engagierten Schulteams die Bildungsangebote kontinuierlich weiterentwickelt werden konnten und neue Produktionssparten der Landwirtschaft erschlossen wurden“, betont Altrichter. „Die erste große Herausforderung für mich als Direktor war die Zusammenführung der Fachschule Haag mit der Fachrichtung ‚Betriebs- und Haushaltsmanagement‘ samt den Sozialen Diensten am Bildungsstandort Gießhübl. Der neue Ausbildungszweig wertete den Schulstandort deutlich auf“, so Altrichter, der weiter ausführt: „Ein weiterer wichtiger Schritt war der Bau des Ab-Hof-Ladens ‚Gießhübler Manufakturei‘, womit die professionelle bäuerliche Direktvermarktung an der Fachschule Einzug hielt. Aber auch durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Schweinefachzentrum am Schulstandort und mit dem Bau des Mastgeflügelstalles wurde das Ausbildungsangebot stetig erweitert.“

LFS Mistelbach als Qualitätszentrum für Herstellung bäuerlicher Spezialitäten
Nach 45 Jahren beruflicher Tätigkeit geht auch Direktor Christian Resch in den Ruhestand. „In der 20-jährigen Ära als Direktor zeigte Christian Resch, dass er ein vielseitiger Visionär mit Durchsetzungskraft und Gestaltungswillen war. So erkannte er bereits vor zwei Jahrzenten das Potenzial der bäuerlichen Direktvermarktung und war maßgeblich daran beteiligt, dass der Ab-Hof-Laden ‚BauernArt‘ am Schulgelände seine Tore öffnete. Inzwischen ist der Ab-Hof-Laden, wo Produkte von rund 100 bäuerlichen Betrieben verkauft werden, fest in der Region verankert“, betont Teschl-Hofmeister. „Ebenso war Resch bei der Gründung der AGRO-HAK, einer Bildungskooperation von Landwirtschaftsschule und Handelsakademie, federführend beteiligt, wie auch bei der Einführung des Ausbildungszweiges EDV-Technik“, so Teschl-Hofmeister. Derzeit ist Fachlehrerin Veronika Schreder mit der interimistischen Schulleitung betraut.

„Für mich war immer die oberste Maxime, die Fachschule zu einer offenen Bildungsstätte weiter zu entwickeln, wo man nicht nur im Unterricht die Landwirtschaft hautnah erleben kann. Dabei war das Jahr 2000 ein Meilenstein, denn es wurden der Ab-Hof-Laden mit angeschlossenem Heurigenlokal und die Räumlichkeiten für die Schlachtung sowie Fleischverarbeitung in Betrieb genommen“, betont Resch. „Die Fachschule war somit schon sehr früh ein Impulsgeber für die kundenorientierte Direktvermarktung und die Veredelung bäuerlicher Produkte“, so Resch, der weiter ausführt: „Mit der Anlage des ‚Dionysos-Erlebnisweges‘ wurde ein weiterer Schritt zur Öffnung der Schule gemacht.“ Die LFS Mistelbach entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem Qualitätszentrum für die Herstellung bäuerlicher Spezialitäten, wie die zahlreichen Auszeichnungen unterstreichen. Vorläufiger Höhepunkt war vor zwei Jahren die Verleihung der „GenussKrone Österreich“ als beste Fachschule Österreichs für die selbst erzeugten Produkte. Voriges Jahr wurden die Weine vom Landesweingut Mistelbach bei der Austrian Wine Challenge (AWC) dreimal mit Gold und dreimal mit Silber ausgezeichnet.

(Schluss)