headerbild
headerbild
headerbild
english version

Erste Pflegeausbildung mit Matura in Gaming präsentiert
LR Teschl-Hofmeister: Schaffen gemeinsam ein absolut notwendiges Vorreiterprojekt für ganz Österreich

Designierte Schuldirektorin Barbara Heigl, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bundesministerin Iris Rauskala und Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger
Foto Copyright: Jürgen Mück

Im kommenden Schuljahr 2020/21 plant das Caritas Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe Gaming (BIGS Gaming) am bisherigen Standort der Landwirtschaftlichen Fachschule seinen Betrieb aufzunehmen. Gemeinsam mit dem neuen Caritas-Schulstandort wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am 19.9.2019 in Gaming auch ein neuer Schultyp präsentiert: Mit der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege soll in Österreich erstmals eine 5-jährige Pflegeausbildung mit Matura angeboten werden. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister ist überzeugt: „Wir schaffen hier gemeinsam ein absolut notwendiges Vorreiterprojekt für ganz Österreich, das durch gut ausgebildete Fachkräfte zum weiteren Gelingen flächendeckender und qualitativ hochwertiger Pflege und Betreuung maßgeblich beitragen wird.“

Das Land Niederösterreich habe sich nach der Verlegung der LFS Gaming nach Gießhübl, immer für eine Standortgarantie des Schulstandortes Gaming eingesetzt und dieses Versprechen auch gehalten. „Danke für das große Engagement vieler Menschen in der Region und der handelnden Organisationen und Behörden. Die aktuellen Veränderungen im Gesundheitssystem, mit einer Verschiebung auf eine akademische Ausbildung an den Fachhochschulen, machen eine Veränderung des Bildungsangebotes notwendig. Mit den drei verschiedenen Schultypen hier am neuen Standort decken wir ein breites Ausbildungsspektrum in diesem Bereich ab“, erklärt die Landesrätin weiter. Und: „Aktuell laufen bereits Gespräche, um künftigen Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege in einschlägigen FH-Studienangeboten eine verkürzte Studiendauer ermöglichen zu können“, so Teschl-Hofmeister.

„Die Sicherstellung einer menschenwürdigen und hochwertigen Pflege nach dem Stand der Pflegewissenschaft und Medizin sowie die Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen müssen in Österreich höchste Priorität haben. Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen wird zunehmen. Dadurch steigt auch der Bedarf an Pflege- und Gesundheitsfachkräften. Insofern gilt es, dahingehende Ausbildungsmöglichkeiten – vor allem im schulischen Bereich – proaktiv zu konzipieren und möglichst schnell in die Wege zu leiten“, so Bildungsministerin Iris Rauskala.

„Als einer der größten Anbieter von mobiler Hauskrankenpflege in Niederösterreich weisen wir als Caritas seit Jahren darauf hin, dass es gelingen muss, den Pflegeberuf für junge Menschen attraktiver zu machen, um die steigende Nachfrage auch in Zukunft abdecken zu können. Daher ist dieser neu geplante Schultyp – eine fünfjährige Pflegeausbildung mit Matura - die richtige Antwort auf die angespannte Personalsituation im Pflegebereich“, so Hannes Ziselsberger, Direktor der Caritas der Diözese St. Pölten. Ziselsberger dankte allen Partnerinnen und Partnern, die sich gemeinsam mit der Caritas darum bemühen, an diesem BIGS-Standort in Gaming eine neue Form der Pflegeausbildung - beispielgebend für ganz Österreich – anbieten zu können. Besonders dankte der Caritasdirektor dem Bildungsministerium, dem Land NÖ, der Bildungsdirektion NÖ sowie dem Gesundheits- und Sozialministerium, die dieses Projekt maßgeblich unterstützen.

Ausbildungsangebot am Bildungszentrum Gaming
Das Bildungszentrum Gaming plant, neben der 5-jährigen Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLSP), den Betrieb einer 3-jährigen Fachschule für Sozialberufe (FSB) und einer 2-jährigen Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB). Damit auch Schülerinnen und Schüler weit über die Bezirksgrenzen hinaus möglichst problemlos vom Ausbildungsangebot Gebrauch machen können, wird der Schulstandort Gaming auch ein Internat anbieten.

Neuordnung des berufsbildenden Landesschulwesens
Das Land Niederösterreich hat sich im Jahr 2016 dazu entschieden eine Neuordnung des berufsbildenden Landesschulwesens vorzunehmen. „Heute sind wir niederösterreichweit mitten in der Umsetzung dieser Neuordnung: Wir haben ein Bau- und Investitionsprogramm für die LFS und die LBS ausgearbeitet, das bis ins Jahr 2023 reicht und die Infrastruktur für moderne, zukunftsorientierte Lern- und Lebenswelten schafft. Das Land NÖ nimmt dafür 110 Mio. Euro in die Hand. Bereits umgesetzt wurden erste Maßnahmen an der LBS Langenlois, an der LFS Hollabrunn, an der LFS Phyra und auch hier in Gaming“, erklärt Landesrätin Teschl-Hofmeister abschließend.



Bürgermeister und politische Vertreter in Gaming.